Drei Gebietstreffen zur Vorbereitung des Kongresses 2026
Im Hinblick auf den kommenden Kongress hat Coopbund eine Reihe von Gebietstreffen mit den Mitgliedsgenossenschaften organisiert. Drei Termine — am 4. Juni in Bozen, am 10. Juni in Brixen und am 15. Juni in Meran — mit dem Ziel, Fragen, Erfahrungen und Visionen zu sammeln, um gemeinsam den Verband der Zukunft zu gestalten, damit dieser den Bedürfnissen seiner Mitglieder noch besser entsprechen kann.
Im Folgenden eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.
Mit Autorität vertreten
Der Verband wird als unverzichtbarer Ansprechpartner für Rechts- und Verwaltungsberatung, für die Tarifverhandlungen und für die Beziehungen zu den Institutionen anerkannt. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit deutlich, die Anerkennung des Wertes der Genossenschaftsbewegung in der Politik und in den Medien zu stärken. Die genannten Prioritäten sind klar: Verwaltungsvereinfachung, mehr Stabilität bei öffentlichen Aufträgen und eine wirksamere Kommunikation des wirtschaftlichen und sozialen Beitrags der Genossenschaften. Auf der Ebene der strategischen Allianzen wird ein strukturierterer Dialog mit der Lokalpolitik, den Gemeinden und der Wirtschaft gefordert — vor allem aber eine Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Genossenschaften selbst.
Den Wandel begleiten
Einstimmig bezeichnen die Genossenschaften die Bürokratie als den wichtigsten Hemmfaktor, der Zeit und Energie von den operativen Tätigkeiten abzieht. Es folgen die Herausforderungen im Personalbereich, beim Generationenwechsel und bei der Schwierigkeit, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und zu binden. Die Aufmerksamkeit für künstliche Intelligenz wächst — sie wird als Chance zur Effizienzsteigerung wahrgenommen, sofern sie bewusst eingesetzt wird. Zu den meistgefragten Leistungen eines zeitgemäßen Verbandes zählen: Rechtsberatung, Unterstützung bei der Digitalisierung, Verwaltungsvereinfachung und Orientierung beim Zugang zu europäischen Fördermitteln.
Beziehungen pflegen, Vielfalt wertschätzen
Die Genossenschaften glauben an die Kraft der Verbindungen, sehen aber noch erhebliches Verbesserungspotenzial in der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Organisationen — oft gebremst durch Zeitmangel und den Druck des Tagesgeschäfts. Im Verhältnis zu jungen Menschen zeigt sich eine gewisse Skepsis: Das Genossenschaftsmodell wird als wenig bekannt wahrgenommen und, obwohl seine Werte geschätzt werden, stellen die Arbeitsbedingungen und der Informationsmangel konkrete Hindernisse dar. Das Zugehörigkeitsgefühl entsteht durch die gemeinsame Ausrichtung auf Ziele, durch aktive Beteiligung und durch die Fähigkeit, den generierten sozialen Mehrwert sichtbar zu machen. Die Vielfalt, die die Genossenschaftsbewegung prägt — in ihrer sprachlichen, kulturellen und sektoralen Dimension — ist keine zu verwaltende Tatsache: Sie ist eine ihrer wertvollsten Ressourcen.
Blick auf 2031
Die von den Teilnehmenden im Hinblick auf das Mandat 2026–2031 geteilte Zukunftsvision kommt in einem Punkt überein: Um die Veränderungen, die das Genossenschaftswesen durchläuft, bestmöglich zu gestalten, ist es entscheidend, als anerkannter Gesprächspartner an den institutionellen Tischen wahrgenommen zu werden — als Stimme der Mitgliedsgenossenschaften dort, wo Entscheidungen getroffen werden, die Arbeit, Wirtschaft und Territorium betreffen. Der Wert der Genossenschaft — ein Unternehmensmodell, das wirtschaftliche Nachhaltigkeit mit sozialer Verantwortung verbindet — ist keine Selbstverständlichkeit: Er muss kontinuierlich verteidigt und sichtbar gemacht werden, indem solide Beziehungen zu den Akteuren des Gebiets aufgebaut werden.
Neben der politischen Wirksamkeit des Verbandes wird die Notwendigkeit von Innovation, territorialer Verwurzelung und Aufmerksamkeit für den Aufbau von Gemeinschaft deutlich — mit unterschiedlichen Schwerpunkten je nach lokalem Kontext.
Ein Bildtagebuch der Etappen
Im Folgenden eine kleine Galerie der Treffen.