Heute Morgen wurden in der Sassaristraße in Bozen den Mitgliedern der Genossenschaft Casa Don Bosco die Schlüssel übergeben: neunzehn Familien, die in den neuen Wohnkomplex einziehen werden, der durch den Abriss der alten Pfarrkanzlei entstanden ist. „Hier sind die Schlüssel zu eurem Zuhause", sagte ihnen Monica Devilli, Präsidentin von Coopbund Alto Adige Südtirol.
An der Feier nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Genossenschaftswelt, der zivilen und kirchlichen Institutionen sowie die Fachleute und Unternehmen teil, die die Arbeiten begleitet haben.

Das Projekt wurde durch die Zusammenarbeit zwischen der Genossenschaft Casa Don Bosco, Coopbund Alto Adige Südtirol, der Pfarrei Don Bosco, der Gemeinde Bozen und der Autonomen Provinz Bozen ermöglicht. Der Eingriff umfasste den Abriss des bestehenden Gebäudes und den Bau einer neuen Struktur mit neunzehn Wohnungen, Garagen und unterirdischen Nebenräumen — 6.900 Quadratmeter Fläche, die in Zwei- und Dreizimmerwohnungen umgewandelt wurden, geplant von Architekt Luigi Benatti nach hohen energetischen und ökologischen Standards. Der Preis pro Quadratmeter lag zwischen 20 und 25 % unter den Angeboten des privaten Marktes — in einem der kostspieligsten Immobilienmärkte Italiens. Ein konkreter Beitrag zur Aufwertung eines zentralen Teils des Stadtviertels, realisiert im Rahmen der geplanten Zeitvorgaben: ein Ergebnis, das für eine Baustelle dieser Größenordnung keineswegs selbstverständlich ist.
Zu den Familien, die diese Woche in ihr neues Zuhause eingezogen sind, gehört jene von Giulia Gaspari, Mitglied der Genossenschaft seit 2022. „Mich und meinen Partner hat vor allem das Wohnprojekt überzeugt, aber auch die Tatsache, dass es innerhalb weniger Jahre fertiggestellt werden würde", erzählt sie und erinnert daran, dass das Paar damals rasch eine größere Wohnung für die Familie brauchte. Zu den entscheidenden Faktoren zählten neben dem wirtschaftlichen Vorteil auch die Möglichkeit, die Innenräume bereits in der Planungsphase mitzugestalten. Die Wartezeit hat sich nun in die Freude verwandelt, endlich einziehen zu können — vor allem für die Kinder, die nun ein eigenes Zimmer haben werden.
Der Komplex umfasst auch eine Wohnung für soziale Zwecke, die der Sozialgenossenschaft CasAias im Rahmen des Projekts „Durante e dopo di noi" zugewiesen wurde: Fünf Jugendliche mit Behinderung, die vom Verein Aias begleitet werden, können so einen stabilen Weg zur Wohnautonomie einschlagen. Die Schlüssel wurden dem Präsidenten von Aias, Claudio Pizzato, übergeben.
Die Arbeiten wurden von der Plattner Srl aus Leifers als Generalunternehmen und Koordinatorin der Baustelle ausgeführt, nach einem Projekt des Büros TECO+ Partners S.T.P. Srl, mit der kontinuierlichen technischen Unterstützung von Coopbund und dem Einsatz der an Planung und Bau beteiligten Fachleute.
Für Coopbund, das seit mehr als 50 Jahren die Mitglieder auf dem gesamten Weg der Wohnbaugenossenschaft begleitet — von der Gründung der Genossenschaft bis zur Schlüsselübergabe — bestätigt das Projekt in der Sassaristraße die Wirksamkeit des genossenschaftlichen Modells als konkrete Antwort auf die wachsenden Schwierigkeiten beim Zugang zu Wohnraum.
INTERVIEWS
Interview mit der Präsidentin von Coopbund Alto Adige Südtirol, Monica Devilli
Interview mit der Landesrätin für soziale Inklusion, Familie, Senioren, Genossenschaften und Ehrenamt, Rosmarie Pamer